Hackday-Thema · Yayoi Kusama
Touching Infinity
Ein interaktiver Sketch, in der Nähe die Anzahl bewegter Punkte beeinflussen und so eine dynamische, sich ständig verändernde Punktlandschaft erzeugen.
Das Artefakt
Das Artefakt greift Yayoi Kusamas Prinzip der Wiederholung und Unendlichkeit auf und übersetzt es in eine interaktive, digitale Form. Durch die Berührung eines Sensors verändert sich die Anzahl der animierten Punkte, wodurch sich die Dichte und Wirkung der Punktlandschaft ständig wandelt. So entsteht ein immersiver Raum aus Bewegung, Wiederholung und Interaktion, in dem die Betrachter:innen aktiv Einfluss auf das Kunstwerk nehmen.
Der Sketch reagiert auf die Berührung eines Sensors. Je nach Sensoreingabe verändert sich die Anzahl der Punkte und damit die Dichte der digitalen Punktlandschaft. Die bewegten Punkte interagieren miteinander und erzeugen durch ihre ständige Veränderung ein dynamisches, von Wiederholung und Unendlichkeit geprägtes Bild, das an die Arbeiten von Yayoi Kusama erinnert.
Bezug zu Kusama
Inspiriert von Yayoi Kusamas Infinity Rooms entsteht eine digitale Punktlandschaft, die auf die Nähe der Betrachter:innen reagiert. Die Veränderung der Punktdichte erzeugt den Eindruck eines grenzenlosen und sich ständig wandelnden Raums.
In meinem Sketch steuert ein Sensor die Punktanzahl und damit die Dichte der entstehenden Struktur. Je nach Nähe verändert sich das Muster und verdichtet sich zu einer bewegten, überlagernden Fläche. Was bei Kusama Materialität ist, wird hier zu digitaler Reaktion auf Präsenz. Das Prinzip bleibt, das Medium wechselt.
Wie die Interaktion funktioniert
Ein Sensor steuert die Punktanzahl im Sketch und damit die Dichte der entstehenden Struktur. Je nach Nähe der Betrachter:innen werden mehr oder weniger Punkte erzeugt, wodurch sich das Bild in Echtzeit verdichtet oder auflockert.
Diese Veränderung wirkt direkt auf das gesamte System. Die Punkte reagieren auf Bewegung, verschieben sich und überlagern sich kontinuierlich. Erst durch das Zusammenspiel von Nähe und Reaktion entsteht ein Muster, das zwischen Aufbau und Auflösung oszilliert.
Drei Stationen einer Genese
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01
Vorstufe
Absicht:Erste Versuche mit einer Darstellung, in der die Punkte zunächst statisch bleiben und erst durch den Mauszeiger in Bewegung versetzt werden.
Geschehen:Die Punkte sammelten sich, und das Bild bleibt statisch, bis die Maus bewegt wird.
Mitnahme: Es fehlt an Dynamik; die Punkte wirken zu statisch, und auch die Farbe erscheint eindimensional.
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02
Vorstufe
Absicht:
Ziel ist eine dynamische, interaktive Punktdarstellung mit fließender Bewegung und Reaktion auf den Mauszeiger. Die Gestaltung soll Tiefe und Unendlichkeit vermitteln, inspiriert von der Ästhetik von „Infinity Rooms“.Geschehen: Die Umsetzung ist eine dynamische, interaktive Punktdarstellung, bei der die Bewegung fließend auf den Mauszeiger reagiert. Die Geschwindigkeit kann angepasst werden, und es wurden Farben hinzugefügt.
Mitnahme: Statt eines Reglers wäre es interessant, wenn die Dichte der Punkte auf einen Sensor reagieren würde, etwa auf Bewegung oder Nähe. So würde die Darstellung stärker auf die Umgebung reagieren und noch immersiver wirken.
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03
Finaler Sketch
Absicht:Ziel ist weiterhin eine immersive, interaktive Punktdarstellung mit Maus- und Rauminteraktion, inspiriert von „Infinity Rooms“..
Geschehen:Die Umsetzung kombiniert Maussteuerung mit einem Infrarotsensor (Arduino), der die Punktdichte in Echtzeit auf Nähe und Bewegung im Raum reagieren lässt. Farben und fließende Reaktionen auf den Mauszeiger verstärken die Tiefe, ein Geschwindigkeitsregler wurde bewusst weggelassen.
Mitnahme:Die Verbindung von digitaler Interaktion und physischer Präsenz erzeugt eine deutlich immersivere Raumwirkung.
Erkenntnis
Wiederholung allein erzeugt noch kein Unendliches. Erst durch die Reaktion der Punkte auf Maus und Infrarotsensor beginnt sich der Raum aufzulösen. In meinem Projekt wie auch bei Kusama entsteht Tiefe dort, wo Kontrolle in einen reinen Eindruck von Raum kippt.